Teil 1: Tipps für ein ansprechendes Bewerbungsanschreiben

Eine vollständige und gut strukturierte Bewerbungsmappe stellt die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung dar. Worauf der Bewerber bei den beizulegenden Unterlagen im Detail zu achten hat, erläutern wir unseren Lesern in der Serie "Schritt für Schritt zur überzeugenden Bewerbungsmappe". Im ersten Teil lesen Sie Tipps für das Formulieren eines überzeugenden Bewerbungsanschreibens. In den folgenden Ausgaben erscheinen Artikel zu den Themen Lebenslauf, Bewerbungsfoto sowie Zeugnisse und Anlagen.

Das Bewerbungsanschreiben kann als die erste Arbeitsprobe eines Bewerbers gesehen werden und ist daher gar nicht so einfach zu formulieren. Wichtig dabei sind grundlegende Dinge, ebenso wie Details.Bei der Gestaltung Ihrer Unterlagen sollten Sie nicht nur auf einen überzeugenden Inhalt achten, sondern auch auf formale Feinheiten. Rund 80 Prozent der Bewerbungen werden erst gar nicht gelesen, da im Voraus bereits Formfehler zu finden sind. Sprich: der erste Eindruck muss stimmen!

Nutzen Sie nicht mehr als eine DinA4 Seite und versuchen Sie sich an folgende Bausteine zu halten: vollständige Adresse und Kontaktdaten (der Firma und Ihre eigenen), Bewerbungsbetreff, persönliche Anrede, Einleitung, Hauptteil, Schlusssatz, persönlichen Gruß mit handgeschriebener Unterschrift und eine Auflistung der Anlagen.

Inhaltlich kommt es im Anschreiben darauf an, in komprimierter Form alle wichtigen Argumente, die für Sie sprechen dem, Personalverantwortlichen vor Augen zu führen. Überzeugend wirken Bewerber, die selbstbewusst in ihrer Wortwahl sind: Sie wissen was Sie wollen und können. Bei der Bestandsaufnahme vor der Bewerbung hilft deshalb eine bewusste Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen. Hier muss man selbstverständlich ehrlich und selbstkritisch zugleich sein.

Bevor Sie anfangen das Anschreiben zu Papier zu bringen, müssen Sie sich klarmachen, dass das Ziel dieses Dokuments ein Vorstellungsgespräch ist. Wie lautet also Ihre Botschaft? Je genauer Sie sind, desto genauer werden Sie auch wahrgenommen. Standard-Bewerbungen sind zwar sicher, aber nicht unbedingt gut. Extra Pluspunkte kann man damit nicht sammeln. Ohne zwanghaft originell sein zu müssen, sollte man seiner Bewerbung eine persönliche Färbung geben und möglichst ein Bezug zum Anforderungsprofil der Stelle und zum Unternehmen hergestellt werden.

Oft wird hierbei die Vorbereitung von Bewerbungsunterlagen, besonders des Anschreibens unterschätzt, denn Eigenwerbung benötigt viel Zeit. Selbst wenn Sie den Text fertig gestellt haben, ist es von großer Bedeutung, dass Sie ihn nochmals korrigieren und dass er noch von mindestens einer Person gegengelesen wird. Gut formuliert sollte das Anschreiben schließlich Aufmerksamkeit und Interesse wecken. Hilfreich beim erneuten Lesen ist die AIDA – Formel:


  • A = Attention (Aufmerksamkeit für Ihre Bewerbung erzeugen)
  • I = Interest (Interesse an Ihrer Person wecken)
  • D = Desire (Wunsch entstehen zu lassen, Sie einmal persönlich kennenzulernen)
  • A = Action (Handeln und Sie zu einem Gespräch einladen)


Teil 11: Das duale Studium - Zwischen Hörsaal und Betrieb
Teil 10: Die Suche nach dem Job sinnvoll strukturieren
Teil 9: Die Motivation ist entscheidend
Teil 8: Gut vernetzt für die berufliche Karriere
Teil 7: Die Initiativbewerbung - Aktivität zeigen
Teil 6: Die Angst vor dem Vorstellungsgespräch besiegen
Teil 5: Das Bewerbungsgespräch - Die letzte Etappe
Teil 4: Die Anlagen - Qualität statt Quantität
Teil 3: Das Bewerbungsfoto - Bilder machen Leute
Teil 2: Der Lebenslauf - Mehr als nur eine Datensammlung




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